000 02558pam a2200289 c 4500
005 20250506125130.0
007 tu
008 031203s2004 gw ||||| m||| 00||||ger
020 _a9783892447498
020 _a3892447497
040 _a961
_c961
041 _ager
050 1 4 _aDC404
_b.M65 2004
100 1 _aMoisel, Claudia
_d1972-
_eVerfasser
_4aut
245 1 0 _aFrankreich und die deutschen Kriegsverbrecher
_bPolitik und Praxis der Strafverfolgung nach dem Zweiten Weltkrieg
_cClaudia Moisel
260 _aGöttingen :
_bWallstein Verlag,
_c2004.
300 _a287 S.
_c23 cm
336 _aText
_btxt
_2rdacontent
337 _aohne Hilfsmittel zu benutzen
_bn
_2rdamedia
338 _aBand
_bnc
_2rdacarrier
490 1 _aBeiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts
_vBd. 2
502 _aZugl.: Bochum, Univ., Diss., 2002
520 _aIm Dezember 1962, einen Monat vor der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, begnadigte Staatspräsident Charles de Gaulle die letzten in Frankreich inhaftierten deutschen Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Entlassung des ehemaligen Höheren SS- und Polizeiführers Carl Oberg und des einstigen Befehlshabers der Sicherheitspolizei Helmut Knochen war der Schlußakt einer Auseinandersetzung von erheblicher politischer Sprengkraft, die seit Kriegsende zwischen Deutschland und Frankreich schwelte. Die strafrechtliche Verfolgung der deutschen Kriegs- und SS-Verbrechen durch französische Gerichte steht im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung. Claudia Moisel fragt nach den spezifischen Intentionen der französischen Kriegsverbrecherpolitik, den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und nach ihrer Rezeption in der Öffentlichkeit. An einer Reihe wichtiger Fälle wie dem Oradour-Prozeß, der 1953 in Bordeaux stattfand, wird die Interdependenz von Justiz, Politik und öffentlicher Meinung deutlich. Die Autorin beleuchtet darüber hinaus die französischen Reaktionen auf das starke vergangenheitspolitische Engagement der Bundesregierung, den Bonner Einsatz für die inhaftierten Kriegsverbrecher und die gescheiterte Ahndung der in Frankreich begangenen Verbrechen durch bundesdeutsche Gerichte. Sie kann zeigen, daß die rasche Annäherung der vormaligen >Erbfeinde< in den fünfziger Jahren von der Ausblendung der problematischen Erinnerung an die Kriegsjahre begleitet war.
830 0 _aBeiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts
_vBd. 2
856 4 2 _uhttps://d-nb.info/969494114/04
_3Inhaltsverzeichnis
942 _2nseq
_cBK
999 _c24717
_d24717